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Diakonissen früher
 

Geschichte des Diakoniewerks in Salzburg

Die Geschichte des Diakoniewerks in Salzburg beginnt im Jahr 1935, als der  "Evangelische Verein für Innere Mission" - heute Evangelisches Diakoniewerk Gallneukirchen - das damalige Sanatorium Schwarzbach in der Imbergstraße im Zentrum Salzburgs erwarb.

Die Diakonissen - anfangs unter der Leitung von Oberschwester Berta Turcsànyi - prägten das u.a. in der Geburtshilfe immer beliebter werdende Diakonissen-Krankenhaus Salzburg. Parallel mit der immer schneller werdenden Entwicklung in der Medizin wurden die Einrichtungen des Privat-Krankenhauses ständig erweitert. Neben technischen Neuerungen, wie zum Beispiel der ersten Röntgenanlage (1948), den Operations- und Kreissälen, wurde auch die Bettenanzahl ständig erhöht, um eine bessere Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten.

Im Wandel der Zeit mussten immer mehr Aufgaben an weltliche MitarbeiterInnen übergeben werden. Außer Oberschwester Jenny Bellak waren im Diakonissen-Krankenhaus Salzburg ab 1973 keine weiteren Diakonissen mehr tätig; 1991 ging auch sie in den wohlverdienten Feierabend.

Aufgrund der beengten Platzverhältnisse in der Imbergstraße nahm das Diakoniewerk Gallneukirchen in den 1980er Jahren das Angebot der Stadt Salzburg an und errichtete in Salzburg-Aigen das Diakonie-Zentrum Salzburg. Seit 1994 befinden sich die Klinik, das Haus für Senioren mit Langzeitpflege, Kurzzeitpflege und Tageszentrum, die Einsatzzentrale von Diakonie.mobil, die Schule für Sozialbetreuungsberufe sowie eine Kirche am Standort Guggenbichlerstraße.

Anfang der Jahrtausendwende startete das Diakonie-Zentrum im Auftrag der Stadt Salzburg die drei Bewohnerservicestellen Aigen & Parsch, Gnigl & Schallmoos und Itzling & Elisabeth-Vorstadt. Darüber hinaus betreibt das Diakoniewerk Salzburg in Herrnau das Gesundheits- und Sozialzentrum Süd. Das Gesundheits- und Sozialzentrum St. Anna in Salzburg-Gnigl (inkl. Tagesbetreuung) ist seit 2001 Teil des Diakoniewerks Salzburg.

Im Jahr 2006 wurde in Salzburg-Gnigl die Einrichtung "Leopold-Pfest-Straße - Wohnen und Förderung" für Menschen mit Behinderung eröffnet. Im Jahr 2008 wurde die Behindertenhilfe um das Kulinarium Salzburg erweitert. 2010 startete der ehrenamtliche Besuchsdienst für zuhause, die "Freiwilligen-Netzwerke" sind mittlerweile im ganzen Stadtgebiet aktiv.

Die beiden Traditionshäuser Privatklinik Wehrle und Klinik Diakonissen Salzburg bündelten mit 1.1.2015 ihre Kräfte und sind unter dem Namen Privatklinik "Wehrle-Diakonissen" an zwei Standorten für die PatientInnen erreichbar.

Seit Sommer 2015 ist das Diakoniewerk in Salzburg auch in der Flüchtlingsbetreuung aktiv. Aktuell betreibt es ein Flüchtlingsquartier in Liefering und organisiert landesweit kostenlose Sprachtrainings für Asylwerbende sowie anerkannte Flüchtlinge.