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Aktuelles aus dem Diakoniewerk

 
31.03.2016

Flüchtlingsquartier Kasern: Einzug der ersten AsylwerberInnen

Landesrätin Berthold mit Flüchtlingen

Im Auftrag des Landes betreibt das Diakoniewerk im Stadtteil Salzburg-Kasern seit 30. März 2016 ein Flüchtlingsquartier für AsylwerberInnen. Der Bezug wird in Etappen erfolgen. Am 30. März konnten die ersten 89 AsylwerberInnen, darunter viele Familien, begrüßt werden. Zu ihren Herkunftsländern zählen Afghanistan, Irak, Iran und Syrien.

Kleinteilige Strukturen

Das Selbstversorger-Quartier wird nach dem Wohngruppenkonzept geführt, für jeweils rund 18 Menschen sind ein gemeinsamer Aufenthalts- und Essbereich, eine Küche, Sanitärräume, für Frauen und Männer getrennt, sowie drei Schlafräume eingerichtet. Die Begleitung und Betreuung durch angestellte Fachkräfte des Diakoniewerks wird 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr, erfolgen.

Durch die kleinteilige Strukturierung in insgesamt 13 Wohngruppen ist eine ganzheitliche und individuelle Betreuung möglich. Maßgeblich unterstützt werden die MitarbeiterInnen von Freiwilligen, die ihr Engagement in kleinen Netzwerken ebenfalls in den einzelnen Wohngruppen einbringen werden.

Individuelle Begleitung und Integration

Die Freiwilligen werden mit verschiedensten Integrationsaktivitäten wie Sprachtraining, Kinderbetreuungsangeboten und Sportmöglichkeiten dazu beitragen, dass die BewohnerInnen einen gut strukturierten Alltag erfahren können. Zudem werden Freiwillige die AsylwerberInnen bei Arztbesuchen oder praktischen Fragen zu unseren Umgangsformen und Lebensweisen unterstützen.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können von Beginn an ein tragfähiges Vertrauensverhältnis aufbauen. Bei durchschnittlich 18 Personen pro Wohngruppe können sehr rasch die Bedürfnisse, persönlichen Eigenheiten und zwischenmenschlichen Probleme erkannt werden und es kann gut darauf eingegangen werden“, ist Michael König, Geschäftsführer im Diakoniewerk Salzburg, überzeugt.

Wir wollen die Menschen mit ihren individuellen Fluchtgeschichten während der Bearbeitung ihres Asylantrags bedürfnisgerecht betreuen. Und wir sind gleichermaßen auch für die benachbarte Bevölkerung da und nehmen ihre Sorgen und Ängste ernst. Unser Ziel ist es, zur Kultur eines guten Miteinanders beizutragen, um den Menschen, die in Salzburg Zuflucht suchen, die Chance zu geben, unsere Werte kennenzulernen und in unsere Kultur hereinzuwachsen“, so Michael König.

Dialog mit den AnrainerInnen

Für den guten Start und den Betrieb des Flüchtlingsquartiers Kasern in der Straniakstraße ist der Dialog mit den NachbarInnen wichtig. Bei regelmäßigen AnrainerInnen-Sprechstunden im Flüchtlingsquartier werden ihre Fragen und Anliegen besprochen.

Darüber hinaus sind im Flüchtlingsquartier Kasern MitarbeiterInnen des Diakoniewerks rund um die Uhr unter Telefon 0664 88 24 17 91 erreichbar.

Ein besonderer Dank gebührt der Bevölkerung für die große Hilfsbereitschaft. Mit vielen Sachspenden können die Wohngruppen mit dem Notwendigsten ausgestattet werden.

Auf www.fluechtlingsarbeit-salzburg.at wird der dringendste Bedarf weiterhin regelmäßig aktualisiert.

Im Bild 1: Landesrätin Martina Berthold zu Besuch im Flüchtlingsquartier.

Im Bild 2: Mitarbeiterin Beate Arnold mit einigen BewohnerInnen.


Landesrätin Berthold mit Flüchtlingen Mitarbeiterin Beate Arnold mit Flüchtlingen