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Aktuelles aus dem Diakoniewerk

 
26.01.2016

Erfolgreicher Österreich-Start der Initiative „Welches Land wollen wir sein?"

 

GALLNEUKIRCHEN/WIEN. Aufgrund der jüngsten Geschehnisse im Bereich der Flüchtlingsthematik als auch der Angriffe des islamistischen Terrorismus, entstand in Deutschland die Initiative „Welches Land wollen wir sein?“.

Nun fand diese auch ihren Weg nach Österreich. Knapp 100 Personen fanden sich am 24. Jänner im Albert Schweitzer Haus in Wien ein, um an der Diskussion teilzunehmen. Viele Besucherinnen und Besucher schilderten ihre persönliche Erfahrung und Begegnung mit Flüchtlingen, die als sehr positiv empfunden wurde. Sie berichteten aber auch von den Herausforderungen und den Überforderungen der Zivilgesellschaft.


Moderiert von Frau Dr.in Margarethe Engelhardt-Krajanek leisteten die Schauspielerin Katharina Stemberger und der Schriftsteller Ilija Trojanow wertvolle Impulse für die Diskussion mit dem Publikum. Für Katharina Stemberger sind Solidarität, Krise und Hysterie die zentralen Begriffe in der Diskussion und sie sprach sich für mehr Solidarität auf allen gesellschaftlichen Ebenen und gegen die zunehmende Hysterie aus.

Ilija Trojanow stellte in Bezug auf den Titel der Veranstaltung die Frage, welches Land wir eigentlich sind und beklagte den grundsätzlichen Mangel an Solidarität. Außerdem prangerte er die Kluft zwischen theoretischen Idealen und aktiver Handlung an. Was in der öffentlichen Diskussion eine „Krise“ ist, erlebt Ilija Trojanow als höchst willkürlich und nannte in diesem Zusammenhang den kürzlich veröffentlichen Oxfam Bericht. Demzufolge besitzen 62 Menschen so viel wie 50 % der Weltbevölkerung. Diese eklatante wirtschaftliche Ungleichverteilung löst beispielsweise in der öffentlichen Diskussion keine „Krise“ aus und ist gleichzeitig ein Grund für Migration.

Der Abend kann nur der Anfang einer breiten öffentlichen Diskussion für die Zukunft unseres Landes und unserer Gesellschaft sein. Wie soll unsere Gesellschaft zukünftig strukturiert sein und zukunftsfähig gestaltet werden? Das waren die Fragen mit welchen sich die Anwesenden auseinander setzten. Diesem Abend müssen in Kürze weitere folgen – so der einheitliche Tenor des Publikums.

Die Dringlichkeit und die Sinnhaftigkeit einer aktiven, ernsthaften Auseinandersetzung mit der Thematik wurden erkannt und diese Debatte findet hoffentlich in weiteren Veranstaltungen österreichweit ihre Fortsetzung.

Die Initiative, entstanden in Deutschland in Zusammenarbeit mit FUTURZWEI und adelphi,  fordert öffentliche Organisationen aus Kultur, Wissenschaft und Politik dazu auf, eine Plattform für eine konstruktive Gesellschaftsdebatte anzubieten, und diese somit vom Privaten (Haushalt, Chats etc.) in die Öffentlichkeit zu bringen – zeitgleich an möglichst vielen Orten. 

Fotos: Diakoniewerk / Abdruck honorarfrei

Rückfragen:

Mag. MBA Daniela Scharer   

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