Inhaltsbereich:

Archiv 2015

 
31.07.2014

Angehörigenbefragung bestätigt Erfolgskonzept Hausgemeinschaften

Bewohnerin und Betreuerin beim gemeinsamen Kochen

OÖ/Sbg./Graz/Wien. Das Diakoniewerk nimmt in puncto zukunftsweisende Ideen für ein bedarfsgerechtes Leben im Alter seit vielen Jahren eine Vorreiterrolle ein. Vor allem mit dem Modell der „Hausgemeinschaften“ wurde österreichweit Pionierarbeit geleistet. Ein Erfolgskonzept, das durch eine aktuelle Angehörigen-zufriedenheitsbefragung – durchgeführt vom market Institut – einmal mehr bestätigt wird. So sind 81 Prozent der Angehörigen mit den acht Häusern für Senioren in Österreich äußerst bzw. sehr zufrieden. Neun von zehn der Befragten würden die Einrichtung weiterempfehlen und sich erneut dafür entscheiden.

„Das Ergebnis der Angehörigenbefragung stellt unseren Häusern ein hervorragendes Zeugnis aus und bestätigt die Entscheidung des Diakoniewerks auf das Hausgemeinschaftsmodell zu setzen. Besonders erfreulich ist auch die überdurchschnittlich hohe Rücklaufquote von 34 %. Diese Wertschätzung und die insgesamt hohe Zufriedenheit sind Ausdruck dafür, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich hervorragende Arbeit leisten“, so Rektorin Christa Schrauf stolz.

Zentrales Unterscheidungsmerkmal = kleine Wohneinheiten

Die kleinen Wohneinheiten, die familiäre, heimelige Atmosphäre sowie der liebevolle und persönliche Umgang mit den Bewohnern sind für mehr als die Hälfte der Angehörigen das Besondere an den acht Häusern für Senioren des Diakoniewerks. „89 % der Befragten sind der Ansicht, dass ihre Angehörigen in unserem Haus im Vergleich zu anderen Einrichtungen eine höhere Wohnqualität vorfinden – neun von zehn Angehörigen denken sogar, dass ihre Angehörigen bei uns besser aufgehoben sind“, freut sich Schrauf über den positiven Zuspruch von Seiten der Angehörigen.

Positiv erlebt wird zudem die Tatsache, sich selbst an der Pflege seiner Liebsten beteiligen zu können. Auch die Feierlichkeiten (Sommerfeste, Geburtstagsfeiern, Weihnachtsfeiern etc.), die in den Häusern stattfinden, werden von den Angehörigen besonders lobend erwähnt.

Chancen nutzen

„Verbesserungsmöglichkeiten sehen die Angehörigen bei der Zusammenstellung der Speisen – sie wünschen sich eine stärkere Einbeziehung der Bewohner in die Speisenwahl. Das Bedürfnis nach mehr Zeit und das Gleichbleiben der Bezugspersonen ist ein weiterer oft genannter Wunsch. Wobei es als sehr positiv erlebt wird, dass Zivildiener sowie freiwillige Mitarbeiter, Abwechslung in den Alltag bringen. Auch im Umgang mit der persönlichen Wäsche (Verwechslung, zu heißes Waschen etc.) wird uns ein klares Optimierungspotenzial signalisiert. Außerdem wünschen sich die Angehörigen mehr Information von Seiten des Hauses, z.B. in Form von Informationsblätter oder Angehörigennachmittage“, fasst Schrauf die Anregungen der Angehörigen zusammen, denen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der einzelnen Häuser ab sofort stellen werden.

In den acht Häusern für Senioren werden aktuell 503 Klienten im Alter zwischen 65 und 100 Jahren betreut. Mehr als die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner leidet an Demenz.

Die Häuser für Seniorinnen und Senioren des Diakoniewerks im Überblick:

Sechs Häuser werden nach dem Hausgemeinschaftsmodell geführt.


Im Jahr 2016 wird ein weiteres Haus für Senioren in Bad Zell eröffnet. Nähere Informationen über das Hausgemeinschaftskonzept erfahren Sie auf unter www.diakoniewerk.at/hausgemeinschaften


Bewohnerin und Betreuerin beim gemeinsamen Kochen Die Bewohner fühlen sich sehr wohl in den Hausgemeinschaften